Christiane Steitz

CROSSROADS

Seit 2019 haben sich Künstler*innen aus Kfar-Saba/Israel, Mülheim Ruhr und Wiesbaden zu einer gemeinsamen Ausstellung der Partnerstädte zusammengefunden. In einer gemeinsamen Wanderausstellung werden die unterschiedlichen Herangehensweisen an das verbindende Thema zusammengeführt.

Die Ausstellungseröffnung im Rathaus Wiesbaden ist für den 10.07. 21 um 17:00 geplant. Meine Arbeiten stammen aus der Serie „Vaterland“ und zeigen Menschen aus verschiedenen Ländern, die sich in existenziellen Notsituationen auf den Weg machen.

Tagesrest

Bodenarbeit, Papierschnitt und Kissen
2020

Die Arbeit besteht aus einem großen Papierschnitt aus Kraftpapier, das auf einer Seite schwarz gefärbt ist. Das Papier rollt sich leicht ein. Es gibt nur vage Formen, die liegen, vielleicht kriechen, sich einrollen und vielleicht bewegen. Die Plastizität wird durch ein kleines untergelegtes Kissen verstärkt. Das Kissen ist nicht bezogen, es verstärkt die plastische Qualität der Papier-Arbeit ohne sie zu überhöhen. Der Boden ist kein bequemer Ort. Das Ausgangsmotiv bilden meine am Abend auf den Boden geworfenen Kleidungsstücke, meine zivilisatorische Hülle, die dort zu einem amorphen Haufen wird. Meine Tagesform sackt zusammen und bleibt als Tagesrest wie ein schlafender Hund vor meinem Bett liegen.

Er erwartet mich dort am nächsten Morgen, wo ich ihn aussortiere, neu strukturiere und mit meinem Körper und meinem neuen Tagesgeschäft verbinde. Durch die Reduktion auf schwarze Linien verlieren die Kleidungsstücke ihre Materialität, ihre Funktion, ihren Zeichencharakter und alle die Besonderheiten, die mir tagsüber wichtig sind. Der Titel „Tagesrest“ geht von dem ganz realen Kleiderberg aus, bezieht sich aber auch auf die Traumdeutung, in der ganz unterschiedliche Tagesreste in neuem Zusammenhang in den Träumen auftauchen.

Entwurf Mahnmal 19. Februar 2020

2020

Nach der Tat vom 19. Februar habe ich ein Zeitungsfoto aufgehoben, das mich sehr berührt hat. Irgendwann wollte ich daran anknüpfen. Die Ausschreibung der Stadt Hanau gab mir die Gelegenheit, eine konkreten Gestaltung für meine Position zu suchen. Ich möchte, dass das Mahnmal in Verbindung zur Umgebung wahrgenommen wird, statt den Betrachter dazu zu bewegen, sich von der Alltagsrealität abzuwenden. Ich möchte, dass Licht in der Gestaltung dieses düsteren Themas eine Rolle spielt. Ich will erreichen, dass die Opfer in einer verletzlichen Weise präsent werden. Mir ist wichtig, dass die Angehörigen und ihr Leid erlebbar sind. Ich möchte erreichen, dass ein emotionaler Bezug der BetrachterInnen zu den Angehörigen und ihren Gefühlen möglich ist. Ich will in der Gestaltung einen deutlichen Unterschied zwischen Angehörigen und Opfern machen.

Ich suche nach einer Möglichkeit, dass wir dieser extrem destruktiven Tat und ihren Folgen begegnen, und trotzdem die Begegnung als Gedenken, Trost und als Quelle für neue Perspektiven aushalten können. Ich suche einen Weg, die monumentale Wucht der Ereignisse nicht zu leugnen, sie jedoch nicht als Konfrontation zu gestalten. Ich möchte eine vorsichtige Nähe, Zartheit, die Akzeptanz von Zerbrechlichkeit ermöglichen. Im Prozess der Gestaltung tauchten mit jeder neuen Klärung weitere ästhetische, inhaltliche und technische Fragestellungen auf. Mehrmals hatte ich das Gefühl, eine Lösung gefunden zu haben, die ich dann wieder verwarf.

Walkmühle - „Die Kunst zu schenken“

2020

FARBENFREUnDE - Ausstellung 2020

2020

Kalender 2021

2020

FARBENFREUnDE, Malgruppe der Selbsthilfe der Aphasiker

2015
Presse

Wohnungsausstellung der Aphasiker

2017

Ausstellung im Amt für soziale Arbeit

2019
Flyer

Kalender der FARBENFREUnDE

2019

Kalender der FARBENFREUnDE
Malgruppe der Selbsthilfegruppen der Aphasiker Mainz und Wiesbaden.
Begleitung: Christiane Steitz

Zwischenräume

2020

Die Ausstellung bei Valora-Consulting ist eine wunderbare Möglichkeit, 4 prächtige Räume mit den eigenen Arbeiten zu verbinden.

Die Begrenzung der Besucherzahlen führte zu vielen Einzel- und Paarbesuchen mit intensiven Gesprächen.

Kinder an der Naht

2017

Geteilte Träume, Schutzdecke aus Stoffcollage
ein Kunst- und Nähprojekt mit Kindern der Deutsch-Intensiv-Klasse der Riehlschule in Wiesbaden in Zusammenarbeit mit Anja van der Horst im Auftrag von Be-welcome- das EVIM Patenprogramm

Neu im BBK

2017
Flyer/Presse

Neu im BBK
Gemeinschaftsausstellung im Rathaus Wiesbaden mit Regine Fürst, Iris Lehnhardt und Christiane Steitz

HIMMEL und HIMMEL

2016
Flyer/Presse

HIMMEL + HIMMEL
Ein interkulturelles Projekt mit Eva Giovannini und Zohra Noori
Unser Thema ist nicht HIMMEL und HÖLLE, sondern HIMMEL + HIMMEL. Es geht von einer Wahrnehmung aus, die alle Menschen der Welt teilen und die mit gemeinsamen und mit individuellen Phantasien besetzt ist. HIMMEL wird verbunden mit höheren Mächten, die nicht immer, aber manchmal wohlgesonnen sind. Es wird auch mit Hoffnung und mit Sehnsucht verbunden.

Jeder hat seinen eigenen Himmel und wir alle haben einen gemeinsamen Himmel. In unserer Himmels-Montage bleiben die Einzelwerke sichtbar und bilden den gemeinsamen Himmel.
Ich stelle mir vor, dass jeder sein Stück Himmel erlebt und dass wir immer wieder unsere Vorstellungen zu einem gemeinsamen Ganzen zusammentragen.

Annäherungen

2014
Flyer/Presse

Augenblicke

2015
Presse

Eine wundersame Verbindung

GRUPPE DISKURS
2018
Presse

Eine wundersame Verbindung
Ausstellung der Gruppe DISKURS
Wir begegnen uns jeden Dienstag und arbeiten nebeneinander und miteinander. In der Begegnung erleben wir unsere Unterschiedlichkeit. Als einzelne nehmen wir wahr, dass der/die andere etwas sieht und kann, was ich nicht sehe oder kann, dass die individuellen Arbeiten unterschiedliche Qualitäten aufweisen. Im gemeinsamen Tun beeinflussen wir uns dennoch gegenseitig, probieren Neues aus. Die Einzelarbeiten werden im Diskurs gesichtet und es wird entschieden, ob an einem Bild weiter gearbeitet werden soll oder ob es als „fertiges“ Produkt für eine mögliche Kombination mit Arbeiten anderer zur Seite gelegt wird.

Im folgenden Prozess der Montage unserer Bilder findet ein weiterer Gruppenprozess statt. Wir machen als einzelne Vorschläge für bestimmte Bildkombinationen. Dabei entdecken wir überraschende Kombinationen. Die Einzelarbeiten treten in einen Dialog, eine Wechselwirkung. Sie verändern sich. Etwas Neues, Spannungsreiches entsteht, das uns immer wieder überrascht. Wir verändern, kombinieren neu, bis schließlich in der Gruppe Übereinstimmung über die Zusammenfügung, die beste Kombination unserer individuellen Bilder besteht. Die Ergebnisse sind in ab dem 28.4. in der Galerie H22 zu sehen.

Diskurs

seit 2000
Flyer/Presse